Zum Praktikum ins Ausland – FLS informiert über Erasmus+

10
Feb

DARMSTADT – Beim Erasmus+-Tag der Friedrich-List-Schule können sich junge Menschen aus ganz Hessen über die berufsbezogenen Auslandspraktika informieren.
 
Das Erasmus+-Programm für allgemeine und berufliche Bildung, Jugend und Sport vermittelt Aufenthalte in San Sebastián in Spanien, im französischen Toulouse, in Irlands Hauptstadt Dublin oder in Totnes in England. Sie beginnen mit einem zwei- bis dreiwöchigen Sprachkurs. Ein qualifiziertes Betriebspraktikum schließt sich an, bei dem die jungen Menschen vor Ort betreut werden.

Das Programm startet einmal im Jahr und dauert zwischen vier- und sechs Monate. „Um sich zu bewerben, sind neben einer abgeschlossenen kaufmännischen Ausbildung ausreichende Sprachkenntnisse und eine gewisse Sozialkompetenz erforderlich“, schilderte Dieter Gotthardt. Er betreut das Erasmus+-Programm an der List-Schule gemeinsam mit seinen Kollegen Karin Burger, Julia Gerber und Klaus-Peter Hartmann. Die Teilnehmer sollten interessiert und kommunikativ sein, aber auch Tugenden wie Zuverlässigkeit oder Pünktlichkeit seien wichtig.

Erasmus+-Team und Betreuer der Partnerländer

Erasmus+-Team und Partner der Zielländer

Ziel des Programms ist neben der Vermittlung berufsbezogener Kompetenzen im Ausland vor allem die persönliche Entwicklung und der Einblick in andere Kultur-und Lebenskreise. „Die jungen Erwachsenen müssen sich auf ganz andere Denkweisen und Wertvorstellungen einstellen – das stärkt die sozialen Fähigkeiten“, betont die stellvertretende Schulleiterin Silke Kinz. „Alle, die die Chance haben, im Rahmen des Erasmus+-Programms ins Ausland zu gehen, sind damit gut gerüstet für viele künftige Herausforderungen.“

Am Infotag haben die Besucher außerdem die Möglichkeit, sich in den sogenannten „Länderworkshops“ aus erster Hand informieren zu lassen. Als Gesprächspartner stehen neben Partnern aus den Zielländern auch ehemalige Teilnehmer bereit, die vor Kurzem erst wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind.

Das Programm sei sehr beliebt, weiß Dieter Gotthardt. „Im vergangenen Jahr hatten wir 50 Bewerbungen auf 27 Plätze“. Was das Ganze noch attraktiver mache, sei die Tatsache, dass man sich die sechs Monate Praktikum für die Fachhochschulreife anerkennen lassen könne, fügt er hinzu.

Erasmus+ fasst seit 2014 unter anderem die EU-Programme Leonardo und Comenius zusammen und wird durch Stipendien der Europäischen Union gefördert. Dadurch werden etwa 60 Prozent der tatsächlich entstehenden Kosten abgedeckt. Der Eigenanteil variiert, liegt im Durchschnitt bei 80 bis 120 Euro pro Woche.

Erasmus+_Tag_2016

Der Erasmus+-Informationstag wird seit über 20 Jahren an der kaufmännischen Berufs- und Berufsfachschule Friedrich-List-Schule ausgerichtet.

Die Bewerbungsfrist für das nächste Praktikum, dass im August startet, läuft noch bis zum 15. März. Nähere Informationen gibt es auf www.erasmusplus-fls-eu.de Fragen können an kontakt@erasmusplus-fls-eu.de gerichtet werden.