Schulsport

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Grundsätzlich ist das Unterrichtsfach Sport in der Berufsschule eine Pflichtveranstaltung. Zumindest eine Stunde der körperlichen Bewegung steht hessischen Berufsschülern wöchentlich zu.

Seit Jahren wird von der Wirtschaft die Vermittlung von Schlüsselqualifikationen, wie beispielsweise die Teamfähigkeit, gefordert. Im Sportunterricht übernehmen die Schüler spielerisch Verantwortung und lernen tolerant und fair mit anderen umzugehen.

Vor dem Hintergrund der Kostenexplosion im Gesundheitswesen gerät das Fach Sport wieder stärker in den Blickpunkt. Regelmäßige und vielseitige sportliche Aktivität vermindert aus sportmedizinischer Sicht die Risikofaktoren für Herz-, Kreislauf- und Stoffwechselerkrankungen.

Neue Technologien verhindern in zunehmendem Maße soziale Kontakte. Stress, psychosomatische Erkrankungen, psychosoziale Beeinträchtigungen, Vereinsamung und Verlust von Körperlichkeit (durch einseitige Belastungen) sind häufig Folgen der beruflichen Tätigkeit. Gerade hier schafft der Berufsschulsport Handlungssituationen, die Lernerfahrungen vermitteln, welche die veränderten Ansprüche an die Lebensgestaltung einlösen helfen und die in vermehrtem Maße körperliche sowie sensumotorische Grunderfahrungen ermöglichen. Gleichzeitig werden auch Selbstständigkeit und Eigenverantwortlichkeit von den Auszubildenden gefordert.

Für Berufsschüler beginnt mit dem Eintritt in die Arbeitswelt ein neuer Lebensabschnitt, in dem sie oft aus Zeitmangel den Sportvereinen den Rücken kehren. Die zunehmende Bewegungsarmut durch sitzende oder monotone Tätigkeiten muss durch sportliche Aktivitäten (Selbstwertgefühl, Befähigung zur Freizeitgestaltung, Motivation zum
lebenslangen Sporttreiben, Erhaltung der Gesundheit usw.) im und durch den Schulsport Rechnung getragen werden.

Für die Schüler in den so genannten Warteschleifen (HH, Eibe) ist die persönliche Situation vor allem durch die hohe Jugendarbeitslosigkeit besonders gravierend. Diesen Jugendlichen fehlen Erfolgsergebnisse. Gerade hier kann der Schulsport kompensierend wirken.

Ein vielseitiger, auf die persönliche Situation der Schüler abgestimmter Sportunterricht, trägt ganz wesentlich zur Sucht- und Drogenprävention bei.

Alle Klassen der FLS (Vollzeit und Teilzeit) erhalten im Wechsel mit dem Fach Religion regelmäßig Sportunterricht. Der FLS stehen für den Sportunterricht eine Sporthalle (zusammen mit der HEMS und der MBS), ein Rasenplatz, das Nordbad sowie andere Anlagen des Bürgerparks zur Verfügung. Seit Jahren finden regelmäßig für die Schüler und Schülerinnen unserer Schule Sporttage statt. Um die Organisation dieser Veranstaltung etwas zu erleichtern, hat die Sportkonferenz eine Trennung von Teilzeit- und Vollzeitschülern vorgenommen. Im jährlichen Wechsel finden die Sporttage für die Berufsschulklassen bzw. die Vollzeitklassen statt. Klassen wurden von den Klassenlehrerinnen und Klassenlehrern an dem entsprechenden Tag begleitet und betreut.

Sportlehrer der FLS

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Die Schülerresonanz der letzten Sporttage ist als positiv zu beurteilen. Die anwesenden Schüler waren durchweg motiviert und mit Spaß bei der Sache.

Im Februar dieses Jahres haben zwei Mannschaften unserer Schule bei einem Fußballturnier für Berufsfachschulklassen die Plätze eins und zwei belegt. Seit einem Jahr besteht eine Kooperation mit der Fußballabteilung des SV Darmstadt 98.

Einmal wöchentlich treffen sich interessierte Kolleginnen und Kollegen zum Lehrersport in der Sporthalle des Berufsschulzentrums um sich durch diverse sportliche Aktivitäten vom Alltagsstress zu befreien. Angeleitet wird die Gruppe von einem Sportlehrer. Zurzeit nehmen etwa 10 Personen regelmäßig am Lehrersport teil.

Kontakt:

Bernd Diehl