IT-Berufe

fls-it-berufe

Seit dem 1. August 1997 werden Auszubildende in den neuen IT-Berufen an der Friedrich-List-Schule in Kooperation mit der Heinrich-Emanuel-Merck-Schule ausgebildet.

  • IT-System-Elektroniker/IT-System-Elektronikerin
  • Fachinformatiker/Fachinformatikerin
  • Fachrichtung: Systemintegration
  • Fachrichtung: Anwendungsentwicklung
  • IT-System-Kaufmann/IT-System-Kauffrau
  • Informatikkaufmann/Informatikkauffrau

Neues Berufsbild

Alle neuen Berufe verfügen über gemeinsame Kernqualifikationen, die ca. 50% der Ausbildungszeit umfassen. Dadurch wird die traditionelle Trennung zwischen kaufmännischer und technischer Ausbildung aufgehoben. Durch die Verknüpfung von elektrotechnischen, informations- und kommunikationstechnischen, betriebswirtschaftlichen, fremdsprachlichen und allgemeinbildenden Inhalten wird eine für alle Berufe gemeinsame berufsqualifizierende Basis geschaffen.

Er orientiert sich an Lernfeldern mit jeweils einer Zielformulierung und einigen sehr allgemeinen Inhaltsangaben, da eine flexible curriculare Anpassung an die sich schnell verändernde Berufssituation im IT-Bereich notwendig ist.

Der Unterricht findet in Blockform statt. Jeweils zwei aufeinanderfolgende Schulwochen wechseln mit vier Betriebswochen ab. Pro Schuljahr werden 6 Unterrichtsblöcke durchgeführt. Die Schulwoche umfasst ca. 36 Unterrichtsstunden. Im zweiten Jahr der Ausbildung gibt es eine Differenzierung der Berufe von 6 Unterrichtsstunden, im 3. Ausbildungsjahr wird an einem achtstündigen Unterrichtsstag eine fach- und berufsspezifische Differenzierung vorgenommen.

In der Unterstufe werden die kaufmännisch/technischen Kernqualifikationen erarbeitet, die in der Mittelstufe für die Projekt- und Prozessorientierung notwendig sind. Um die Schülerinnen und Schüler dabei an selbstorganisierte Lernprozesse heranzuführen, werden unterschiedliche methodische Ansätze/Arbeitstechniken gewählt.

Um Projektarbeit möglichst praxisgerecht durchführen zu können, ist es sinnvoll, dass alle IT-Berufe in den jeweiligen Lerngruppen vertreten sind. Die Zusammensetzung der Lerngruppen, mit Beginn des ersten Ausbildungsjahres, erfolgt daher in etwa prozentual ihrem Anteil an der Gesamtschülerzahl. Dabei werden betriebliche Belange berücksichtigt.
Alle Klassen einer Jahrgangsstufe haben in jedem Block den gleichen Stundenplan.

Die lt. Rahmenplan zwischen den einzelnen Berufen teilweise unterschiedlichen Stundenansätze werden innerhalb eines Lernfeldes durch binnendifferenzierte Arbeitsaufträge und Mehrfachbesetzung der Lehrer berücksichtigt.

Die IT-Ausbildung der Mittel- und Oberstufe, in entsprechend eingerichteten Fachräumen, hat einen hohen Anteil an selbstorganisierten Lernprozessen auf Basis von Projektarbeit und schließt somit die neuen Lernwelten ein. Ziele der kaufmännisch/technisch orientierten Projekte sind, dass die Schülerinnen und Schüler praxisnahe und berufsbezogene Arbeitsaufträge analysieren, Informationsquellen auswählen, sie erschließen und gezielt nutzen.

Selbstorganisiertes und kooperatives Arbeiten steht dabei im Vordergrund, unter Anwendung von unterschiedlichen Arbeitstechniken und dem Einsatz aktueller informations- und kommunikationstechnischer Medien. Die Verknüpfung von Fachkompetenz der kaufmännischen Inhalte mit den Inhalten der Informations- und Kommunikationstechnik ist Grundlage der gesamten Ausbildung.