Großhandelskaufleute

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Herzlich willkommen im Groß- und Außenhandel !

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel –

ein Ausbildungsberuf mit Zukunft.

Kaufmann/-frau im Groß- und Außenhandel ist ein Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz (BBiG), welcher in einer 3-jährigen Ausbildung angeboten wird.

Es handelt sich hier um eine duale Ausbildung: Der Betrieb vermittelt alle fachpraktischen Tätigkeiten, die Berufsschule die fachtheoretischen Grundlagen sowie allgemeinbildende Inhalte.

Der theoretische Teil der Ausbildung wird an der Friedrich-List-Schule in folgenden Lernfeldern nach dem Hessischen Rahmenlehrplan unterrichtet:

Lernfeld 1:     Den Ausbildungsbetrieb als Groß- und Außenhandelsunternehmen präsentieren

Lernfeld 2:     Aufträge kundenorientiert bearbeiten

Lernfeld 3:     Beschaffungsprozesse planen, steuern und durchführen

Lernfeld 4:     Geschäftsprozesse als Wertströme erfassen, dokumentieren und auswerten

Lernfeld 5:     Personalwirtschaftliche Aufgaben wahrnehmen

Lernfeld 6:     Logistische Prozesse planen, steuern und kontrollieren

Lernfeld 7:     Gesamtwirtschaftliche Einflüsse auf das Groß- und Außenhandelsunternehmen analysieren

Lernfeld 8:     Preispolitische Maßnahmen erfolgsorientiert vorbereiten und kontrollieren

Lernfeld 9:     Marketingmaßnahmen planen, durchführen und kontrollieren

Lernfeld 10:   Finanzentscheidungen treffen

Lernfeld 11:   Unternehmensergebnisse aufbereiten, bewerten und nutzen

Lernfeld 12:   Berufsorientierte Projekte durchführen

Zusätzlich zu den beruflichen Lernfeldern wird Unterricht in den Fächern Deutsch, (Wirtschafts-)Englisch, (Wirtschafts-)Politik, Religion und Sport erteilt. Die Fächer dienen nicht nur der Erweiterung der Allgemeinbildung, sondern vertiefen zum Teil auch die berufliche Bildung. So zum Beispiel in Deutsch und Englisch, die berufsbezogen ausgerichtet sind.

Außerdem ist der allgemeinbildende Unterricht essentiell für den Erwerb der verschiedenen „gleichwertigen“ Abschlüsse, die im Rahmen der Berufsausbildung zu erreichen sind.  Hier sind zu nennen: der Erwerb des mittleren Bildungsabschlusses („mittlere Reife“) sowie der Erwerb der Fachhochschulreife (weitere Informationen dazu unter www.fls-da.de/fachhochschulreife).

Der Unterricht an der Friedrich-List-Schule verteilt sich auf zwei Berufsschultage pro Woche mit insgesamt 12 Unterrichtsstunden. Wie diese Stunden auf die beiden Tage verteilt werden, ist ganz unterschiedlich. Ebenso variiert der Unterrichtsbeginn: Da die Räume der Schule und des Berufsschulzentrums Nord gleichmäßig ausgelastet werden müssen, kann er verschiedentlich auch erst zur 3. oder 5. Stunde beginnen. Es sind Blöcke von 2 x 6 Stunden, aber auch von 1 x 8 und 1 x 4 etc. möglich.

Welche Ausbildungsvoraussetzungen muss ich mitbringen?

In aller Regel ist ein Mittlerer Bildungsabschluss Voraussetzung für den Abschluss eines Ausbildungsvertrages. Es gibt aber auch Betriebe, die Jugendliche mit Hauptschulabschluss einstellen. Da es sich um einen kaufmännischen Ausbildungsberuf handelt, sind – unabhängig von der Art der Vorbildung – gute Leistungen in den Fächern Deutsch und Mathematik wichtig.

In welchen Tätigkeitsfeldern werde ich ausgebildet?

Kaufleute im Groß- und Außenhandel arbeiten zumeist in Großhandels-,  aber auch Industrieunternehmen der unterschiedlichsten Branchen, von Lebensmittel über pharmazeutische Produkte bis hin zu Baustoff,- oder Elektrogroßhandel. So unterschiedlich die Branchen und Geschäftsbereiche der Ausbildungsbetriebe sind, so abwechslungsreich sind auch die Tätigkeiten der Groß- und Außenhandelskaufleute.

Zu den Tätigkeitsfeldern einer Kauffrau/eines Kaufmanns im Groß- und Außenhandel gehören unter anderen der Einkauf, also die Analyse des Beschaffungsmarktes sowie der Angebotsvergleich. Ebenso Bestandteil der Ausbildung ist der Verkauf, inklusive der Erstellung der Kundenangebote und des Führens von Verkaufsverhandlungen sowie der Koordination der Logistikkette zum Kunden. Hierzu zählen auch alle Aspekte der Lagerhaltung.

In der Buchhaltung werden die Kaufleute mit der Buchung der Geschäftsfälle und der Kostenkalkulation betraut. Im Marketing analysieren sie den Absatzmarkt und planen Marketingstrategien und Werbemaßnahmen des Unternehmens.

Aufgaben im Personalwesen sind unter anderem die Personalbeschaffung und Personalplanung, die  Personalentwicklung und die Lohn- und Gehaltsabrechnung.

Welche Prüfungen muss ich ablegen?

Im Laufe des zweiten Ausbildungsjahres findet die Zwischenprüfung vor der Industrie- und Handelskammer statt, in der der Ausbildungsstand überprüft wird.  Zum Abschluss der Ausbildung erfolgt eine weitere Prüfung an der IHK. Die Prüfung besteht aus einem schriftlichen sowie einem praktischen bzw. mündlichen Teil.

Die schriftliche Prüfung besteht aus drei Teilen:

  • Großhandelsgeschäfte
  • Wirtschaft und Soziales
  • Kaufmännische Steuerung und Kontrolle/Organisation.

In der praktischen Prüfung werden in einem Fachgespräch praxisbezogene Aufgaben unter Berücksichtigung der Branchenzugehörigkeit des Ausbildungsbetriebes und der dazugehörigen Warenkunde bearbeitet.

Prüfungsvorbereitungsseminar für Abschlussklassen

Erstmalig fand in diesem Jahr vor den Osterferien ein zweitägiges Prüfungsvorbereitungsseminar für Auszubildende im Großhandel statt. Auf Initiative der Ausbildungsbeauftragten für den Bereich Groß- und Außenhandel, Frau Cappel-Hemmje, die in diesem Jahr gleichzeitig Klassenlehrerin einer Abschlussklasse ist, fuhren die Auszubildenden der Klasse 11GH41 für zwei Tage in das „Haus der Jugend“ nach Frankfurt am Main, um sich dort gemeinsam auf die im Mai anstehende Abschlussprüfung vorzubereiten.
Kern des Seminars war eine Simulation aller drei Teile der schriftlichen Abschlussprüfung anhand der aktuellen Abschlussprüfung vom Winter 2016/2017. So wurde am ersten Vormittag der Teil „Großhandelsgeschäfte“ geschrieben, am zweiten Vormittag dann die Teile „WiSO“ und „Kaufmännische Steuerung und Kontrolle“. Die Nachmittage wurden zur ausführlichen Besprechung und Auswertung der Prüfungen genutzt, wobei einige Themen noch einmal gründlich wiederholt und vertieft werden konnten.

Die  verbleibenden Stunden am Nachmittag konnten für prüfungsrelevante Themen genutzt werden sowie zum Klären allgemeiner Fragen bezüglich der Prüfungsmodalitäten, Bestehensregelungen und mündlichen Prüfungen.

Am Abend hatten die Schülerinnen und Schüler dann Gelegenheit für gemeinsame Aktivitäten in Frankfurt wie z.B. dem Besuch eines „Escape Rooms“, was für sehr viel Spaß und Teambuilding gesorgt hat.

Das Feedback der Schülerinnen und Schüler, das Frau Cappel-Hemmje am Ende des Seminars schriftlich einholte, fiel durchweg sehr positiv aus. Vor allem das Verlassen der gewohnten schulischen Umgebung und das konzentrierte und auf die Prüfungen fokussierte Arbeiten an zwei Tagen wurden sehr positiv bewertet. Die Auszubildenden gaben an, dass sie durch das Seminar individuelle Lücken in ihrer Vorbereitung aufdecken und zum Teil auch schon schließen konnten und dass sie nun viel stringenter in die letzte Phase der Vorbereitung auf die Abschlussprüfung eintreten und einen Motivationsschub bekommen haben.  Ebenso fand der Veranstaltungsort breite Zustimmung bei den Teilnehmerinnen und Teilnehmern.

Frau Cappel-Hemmje zog insgesamt eine durchweg positive Bilanz dieses neuen Projektes, so dass nun angestrebt wird, diese Form der Prüfungsvorbereitung in jedem Jahr vor den Osterferien für alle Abschlussklassen anzubieten. Der Vorschlag fand bereits in der Fachkonferenz breite Zustimmung der Klassen- und Fachlehrer. Auch die Ausbildungsbetriebe unterstützten das Vorhaben durch Freistellung ihrer Auszubildenden und größtenteils sogar durch Übernahme der Kosten für Unterkunft und Verpflegung.

Kann ich die Ausbildungszeit verkürzen?

Verkürzung durch Änderung der Ausbildungsdauer: Die Ausbildung kann auf 2 bis 2 ½ Jahre verkürzt werden, wenn zu erwarten ist, dass eine Auszubildende/ein Auszubildender das Ausbildungsziel auch in kürzerer Zeit erreichen kann. Das trifft v. a. auf Abiturienten zu oder auf Auszubildende, die überdurchschnittliche Leistungen erbringen oder bereits kaufmännische Vorkenntnisse mitbringen. Bei Auszubildenden mit Abitur, Fachhochschulreife oder kaufmännischen Vorkenntnissen besteht die Möglichkeit, gleich zu Beginn einen Ausbildungsvertrag mit kürzerer Laufzeit abzuschließen (2 oder 2,5 Jahre).

Verkürzung durch vorgezogene Abschlussprüfung: Weiterhin ist es möglich, ein halbes Jahr früher in die Abschlussprüfung zu gehen, wenn die Leistungen in Berufsschule und Betrieb mindestens mit „gut“ oder besser bewertet werden. Eine solche vorgezogene Abschlussprüfung ist rechtzeitig vorher zu beantragen. Die  erforderlichen Anträge gibt es auf der Homepage der IHK (www.darmstadt.ihk.de à Formulare zum Download). Alle Auszubildenden sollten diese Möglichkeit von Anfang an in Betracht ziehen und sich entsprechend früh in Betrieb und Berufsschule darauf vorbereiten.

Welche Aufstiegsmöglichkeiten habe ich später im Betrieb?

Wer sich das Ziel gesetzt hat, beruflich voranzukommen, kann unter anderem die Prüfung zum/zur Handelsfachwirt/in ablegen. Auf Leitungs- und Spezialfunktionen, z.B. auf der mittleren Führungsebene, bereiten auch andere Weiterbildungen vor, wie beispielsweise Handelsbetriebswirt/in.

Kann ich ein Studium anschließen?

Kaufleute im Groß- und Außenhandel  mit der Hochschulzugangsberechtigung können selbstverständlich im Anschluss an ihre Ausbildung ein Studium aufnehmen, vorzugsweise im Bereich Betriebswirtschaftslehre mit unterschiedlichen Schwerpunkten bzw. Fachrichtungen. Eine kaufmännische Ausbildung ist hierfür sehr von Vorteil und kann in der Studienordnung vorgeschriebene Praktika zum Teil ersetzen.

Was bietet die Friedrich-List-Schule ihren Schülerinnen und Schülern und den Betrieben im Bereich Groß- und Außenhandel?

Die Friedrich-List-Schule bereitet ihre Schülerinnen und Schüler  bestmöglich auf die Abschlussprüfung vor der IHK und das Berufsleben als Kauffrau/Kaufmann im Groß- und Außenhandel vor.

Wir bieten den Schüler/-innen:

  • Unterricht in kaufmännischem Englisch im zweiten Ausbildungsjahr
  • Berufsbezogenen Deutsch-Unterricht (kfm. Schriftverkehr usw.)
  • Förderunterricht im Bereich Rechnungswesen im zweiten Ausbildungsjahr
  • lernfeldbezogene Projekte, die die Klassen selbst planen, durchführen und nachbereiten
  • unterrichtsbezogene Exkursionen (beispielsweise zum Arbeitsgericht im Rahmen des Lehrgangs „Personalwirtschaft“) oder Betriebsbesichtigungen
  • Vorbereitung auf die Zwischenprüfung im Rahmen des Fachunterrichts
  • Prüfungsvorbereitungsseminare und Prüfungssimulationen durch die Lehrkräfte im letzten Ausbildungshalbjahr
  • Ausbildungsbegleitende Vorbereitung auf die Prüfung zur Fachhochschulreife (Abendunterricht in allen notwendigen Fächern sowie Durchführung der Prüfung an der Friedrich-List-Schule)
  • Durchführung einer ein- oder mehrtägigen Klassenfahrt (sofern 80 % der Schüler/-innen einer Klasse die Fahrt zusagen und rechtzeitig den erforderlichen Geldbetrag einzahlen); die ausfallenden Tage werden den Betrieben zwischen der schriftlichen und mündlichen Prüfung „zurückgegeben“
  • Den Auszubildenden bieten wir die Möglichkeit über das Programm „Erasmus+“ im Anschluss an die Ausbildung ein 4- bis 6-monatiges Auslandspraktikum in England, Irland, Frankreich oder Spanien zu absolvieren – gerade für Groß- und Außenhandelskaufleute eine große Chance, Berufserfahrung im Ausland zu sammeln und Sprachkenntnisse zu erweitern! Die hessenweite Koordination dieses Programms wird exklusiv von der Friedrich-List-Schule vorgenommen. Die Fachleute dafür sitzen also bei uns im Haus!

Wir bieten den Betrieben:

  • für die Jahrgangstufen 10 und 11 ein Mal pro Jahr – i. d. R. im Februar – einen Ausbildersprechtag, der sich zusammensetzt aus einem allgemeinen Teil mit Informationen für die Betriebe und einem „Sprechtag“, in dem die Leistungen der einzelnen Schüler/-innen besprochen werden
  • einen Elternabend mit Elternsprechtag für die Eltern unserer minderjähriger Teilzeitschüler/-innen
  • eine enge Zusammenarbeit in Bezug auf Schüler/-innen mit zu hohen Fehlzeiten und/oder Leistungsprobleme, aber auch für den Fall von Hochleistern/Hochbegabten
  • Einfluss auf die Platzierung ihrer Auszubildenden in unseren Klassen (soweit organisatorisch machbar)

Wie kann ich Kontakt zur Friedrich-List-Schule aufnehmen:

Abteilungsleiterin ist Frau Stefanie Quasigroch: stefanie.quasigroch@fls-da.de

Ausbildungsbeauftragte ist Frau Daniela Cappel-Hemmje.

Sind Sie noch auf der Suche nach einem passenden Ausbildungsplatz? 

Hier kann u.U. die Agentur für Arbeit weiterhelfen! (www.arbeitsagentur-darmstadt.de)

Anmeldeverfahren:

Grundsätzlich: Es ist für uns sehr wichtig, dass alle Auszubildenden vor Beginn der Berufsschule schriftlich bei uns angemeldet werden und in den ersten beiden Schulwochen an allen Berufsschultagen die Schule besuchen!

Im Einzelnen:

  • Die Betriebe melden ihre Auszubildenden bitte möglichst bis 14 Tage vor Schulbeginn mithilfe unseres Anmeldeformulars (www.fls-da.de/downloads –> Hier finden Sie das Anmeldeformular für die Teilzeitberufsschule)
    Dabei ist es möglich „Wünsche“ anzugeben (z. B. „Auszubildender 1 und 2 in eine Klasse“ oder „Auszubildende 1 und 2 in getrennte Klassen“), die wir im Rahmen der Gegebenheiten zu erfüllen versuchen.  Wünsche zur genauen Lage der Berufsschultage können in der Regel nicht berücksichtigt werden, da wir einen Stundenplan für über 100 Klassen zu erstellen haben.
  • In der letzten Woche vor Schulbeginn legen wir die genauen Klasseneinteilungen fest, das heißt, wir entscheiden, welche Auszubildenden in welche Klasse gehen. Dabei werden die Vertragsdauer sowie die o. g. Wünsche beachtet.
  • Einschulung und Einführung in die Berufsschulausbildung: Nach der Anmeldung (durch den Betrieb) erhalten alle Unternehmen eine schriftliche Information von uns, um welche Uhrzeit und in welchem Raum die Einschulung ihrer Auszubildenden stattfindet. Die Einschulung unserer Teilzeitklassen läuft bei uns immer am ersten Schultag nach den Sommerferien.An diesem Einschulungstag und an den ersten Berufsschultagen erfolgt dann auch die grundlegende Einführung in alle wichtigen Aspekte der Ausbildung an unserer Schule allgemein (Stundenplan, Lernfeldübersicht, Schulführung, wichtige Institutionen, Verkürzungen, zusätzliche Abschlüsse etc.) sowie in die verschiedenen Fächer und Lernfelder. Außerdem sind die ersten zwei Wochen wichtig für die Gruppenbildung.Es ist daher absolut wünschenswert, dass alle Auszubildenden in dieser Zeit bei uns anwesend sind!

Unterlagen, die Sie für den Einschulungstag benötigen:

  • eine Kopie Ihres Ausbildungsvertrages (Durchschlag für die Berufsschule); falls
    noch nicht verfügbar: die genauen Kontaktdaten Ihres Betriebes (vollständige
    Adresse) inkl. E-Mail-Adresse Ihrer Ausbilderin/Ihres Ausbilders; wir benötigen
    diese Daten am ersten Tag (!), weil hier unsere Karteikarten angelegt werden
  • Ihren Personalausweis
  • einen funktionierenden (!) Stift sowie
  • Schreibpapier