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Abteilungsleiter: StD Stefan Grimm

Herr Grimm

Email: Stefan.Grimm@fls-da.de

Berufsschule:

 Automobilkauffrau/-mann
 Kauffrau / -mann für Büromanagement
 Bürokauffrau/-mann (bis 2016)

 Einjährige höhere Berufsfachschule für Wirtschaft
(Höhere Handelsschule)

Zweijährige höhere Berufsfachschule für Kaufmännische Assistenten

Schwerpunkt Technische Betriebswirtschaft
(Fachschule für Technik)

 

Pädagogisches Konzept Berufsschule (ab SJ 2009/10)

1.    Duale Ausbildung

Der FLS sind die Ausbildungsberufe Automobilkauffrau/ -mann und Bürokauffrau/ -mann zugeordnet.
Die Mitglieder der Abteilung III handeln im Rahmen der einschlägigen Gesetze und Verordnungen sowie der organisatorischen und pädagogischen Entscheidungen der Schulkonferenz und der Gesamtkonferenz der Friedrich-List-Schule. Die Ausgestaltung der beiden Ausbildungsberufe erfolgt im Rahmen der Teilautonomie der Abteilung eigenverantwortlich.

Die Automobilkaufleute

Automobilkaufleute sind in der Disposition, der Beschaffung, im Vertrieb und im Verkauf von Neu- und Gebrauchtwagen sowie Kraftfahrzeugzubehör und -teilen tätig.

Zudem bieten sie alle damit zusammenhängenden Dienstleistungen an:

Kunden beraten, Fahrzeuge bewerten, Finanzierungsverträge ausarbeiten.  Darüber hinaus nehmen sie Werkstattaufträge am Kundendienstschalter entgegen und übernehmen allgemeine Verwaltungstätigkeiten im Autohaus. Automobilkaufleute sind überwiegend in Autohäusern, bei Auto- und Motorradimporteuren und bei Automobilherstellern tätig.  Des weiteren arbeiten sie bei Autovermietungen, in Motorradhandlungen, bei Lkw-Verleihern oder Kfz-Versteigerern.

Die Bürokaufleute

Bei dem Beruf Bürokauffrau/-mann handelt es sich um einen vielseitigen Ausbildungsberuf mit unterschiedlichen Einsatzgebieten in Handel, Handwerk, Industrie und im Dienst-leistungsbereich.

Bürokaufleute erledigen in einem Unternehmen sämtliche bürotypischen kaufmännisch-verwaltenden und organisatorischen Tätigkeiten, d.h. allgemeine Verwaltungsaufgaben, die Buchhaltung, die Lohn- und Gehaltsabrechnung, das Rechnungswesen und die Korrespondenz. Zudem wird Fachkompetenz im Versicherungs- und Steuerrecht verlangt.

Auch Tätigkeiten im Bereich Einkauf, Vertrieb und Lager gehören zu den Aufgaben der Bürokaufleute.  Um ihre vielseitigen Aufgaben effizient erledigen zu können, müssen sich Bürokaufleute gut mit der Handhabung moderner Informations- und Kommunikationstechniken auskennen.  Die berufliche Mobilität ist bei diesem Berufsbild im Vergleich zu anderen kaufmännischen Berufen relativ hoch.  Bürokaufleute werden in unserer Region überwiegend in kleinen und mittleren Betrieben ausgebildet.

2.    Didaktische Umsetzung

2.1  Verkürzung der Ausbildung – homogene Lerngruppen

Nur ein Teil der Ausbildungsbetriebe meldet ihre Auszubildenden schon vor den Ferien bei der FLS an. Aus diesem Grund kann die endgültige Klassenbildung erst bei der Einschulung stattfinden. In großen Ausbildungsberufen (BK) wird versucht, Klassen mit 3jähriger, 2,5jähriger oder 2jähriger Ausbildungszeit zu bilden.  Das gehört seit Jahren zum Schulprofil der FLS und wird von den Azubis und ihren Betrieben positiv bewertet.

Kriterien dafür sind die Schulabschlüsse und auch die Ausbildungsdauer. Falls Kapazitäten frei sind, können Auszubildende auch gleich in das zweite Schuljahr einer dreijährigen Klasse gesetzt werden.  Dies hat sich vor allem bei den Auszubildenden mit kaufmännischer Vorbildung bewährt.

Abiturienten gehen zumeist in die Klassen mit 2,5 oder zweijähriger Ausbildungszeit, da sie mit dem erhöhten Lerntempo gut zurecht kommen. Die Lerngruppen sollten, wenn möglich, aus ähnlichen Betrieben (Betriebsgröße, Branche) kommen.

Bei der Einschulung werden die Azubis über die Verkürzungsmöglichkeiten informiert und aufgefordert, wenn das noch nicht geschehen ist, möglichst zu Beginn der Ausbildung mit dem Betrieb zu klären, ob an eine Verkürzung grundsätzlich gedacht wird. Die Schüler kommen dann von Anfang an in eine Klasse mit verkürzter Ausbildung und müssen nicht später Inhalte selbst erarbeiten.  Sollte dann doch nicht verkürzt werden, können die Auszubildenden wieder umgesetzt werden.

Klassen mit verkürzter Ausbildung sollten immer den vollen Unterricht von 12 Wochenstunden bekommen.  Der Unterricht für die allgemein bildenden Fächer sollte 4 Wochenstunden auf keinen Fall überschreiten (z.B. bei Leiste), sondern eher unterschreiten, damit ein Puffer für das schnellere Vorgehen im Unterricht besteht. Für die verkürzten Klassen wurden die Zeitvorgaben für die Ausbildungsinhalte entsprechend angepasst, sodass jeder Auszubildende auch alle Inhalte erlernen kann.

2.2  Lernfeldunterricht

Jeder Beruf hat in den letzten Jahren ein nach Lernfeldern strukturiertes Curriculum er-halten.  Dies hat bei dem Beruf Automobilkauffrau/-mann dazu geführt, dass neben dem EDV Unterricht auch Englisch in die Lernfelder integriert wurde.  Eine Realisierung dieser Idee setzt voraus, dass zum einen ein flexibler EDV-Raumzugriff gewährleistet ist und auch die Lehrer, welche die Lernfelder unterrichten, für Englisch ausgebildet sind. Da dies organisatorisch an der FLS nicht möglich ist, wird sowohl EDV als auch Englisch in separaten Stunden unterrichtet. Für beide Berufe erhalten die Auszubildenden – entsprechend der im Curriculum vorgesehenen Stundeanzahl – im zweiten und dritten Ausbildungsjahr je eine Stunde EDV und im zweiten Ausbildungsjahr eine Stunde Fremdsprachenunterricht.

Im Unterschied zu den vorherigen fachlich strukturierten Lehrplänen bedingt der Unter-richt nach Lernfeldern, die eher abstrakt gehalten sind,  die Schaffung einer Lernumgebung, in der die Auszubildenden ihr Wissen und Können selbstständig erweitern können.

Diese sogenannten Lernsituationen muss die Lehrkraft selbstständig erarbeiten. Die Verlage haben inzwischen Lehr- und Lernmaterial auf den Markt gebracht, das dabei unterstützt. Damit die Schülerinnen und Schülern den Umgang mit neuen Medien erlernen,  bietet sich der Einsatz der Internetplattform „imoodle“ an.

2.3    Förderkonzept

Durch einen DV-gestützten Eingangstest zu Beginn der Ausbildung werden vorhandene bzw. zu verbessernde Fähigkeiten der Azubis in Bezug auf (bisherige) Unterrichtsinhalte diagnostiziert.  Durch Differenzierung im Unterricht sollen diese gezielt gefördert werden. Die Förderung der Methodenkompetenz wird unterstützt durch ein speziell auf die beiden Ausbildungsberufe abgestimmtes (Methoden-)Sockeltraining.  Im Idealfall wird dies gemeinsam durch die Lehrer des jeweiligen Klassenteams durchgeführt.

Bei Problemen im Laufe der Ausbildung, welche nicht durch Differenzierung im Unterricht zu lösen sind, vermittelt die jeweilige Klassenleitung den Kontakt zu den „ausbildungsbe-gleitenden Hilfen“ (abH) bzw. zu  den besonders geschulten Mitarbeitern des QuABB-Projektes („Qualifizierte berufspädagogische Ausbildungsbegleitung in Berufsschule und Betrieb“).

Eminent wichtig ist hierbei der Kontakt mit den Ausbildungsbetrieben, der durch regelmäßige Ausbildersprechtage gefördert wird und auf der persönlichen Ebene zwischen Klassenleitungen und Ausbildern gepflegt wird. So finden z. B. regelmäßige Treffen zwischen den Betreuern der Maßnahmeträger und den jeweiligen Klassenlehrern statt.  Hierbei werden Lernfortschritte, Sozialverhalten und Unterstützungsmaßnahmen für die Azubis besprochen.

Eine Möglichkeit zur differenzierten Förderung der Azubis bietet die „imoodle“-Plattform, die im Rahmen des Modellversuches ViLBe („Virtuelles Lernen in Berufsschulen“) ge-nutzt werden kann.

Schließlich wird darauf geachtet, dass Azubis, welche die Abschlussprüfung der Kammern nicht bestanden haben, in den dann besuchten Klassen eine spezielle Förderung im Sinne der weiteren Prüfungsvorbereitung erhalten. Durch die Mitarbeit in zahlreichen Prüfungsausschüssen der Industrie- und Handelskammer sowie der Handwerkskammer sind die Kolleginnen und Kollegen der Klassenteams darauf vorbereitet.

2.4  Teambildung

In den Klassen sollen Lehrerteams von maximal 3 Kolleginnen/ Kollegen gebildet werden, die dann möglichst während der gesamten Ausbildungszeit zusammen bleiben und nach dem Abgang der Klasse auch wieder mit einer neuen Klasse beginnen. Hinzu kommen zeitweise Fachlehrer, z. B. Sport, Religion, Unterricht auf Leiste (Deutsch und Politik). Damit wird Kontinuität gewährleistet, die sich mittelfristig positiv auf die Qualität des Unterrichtes auswirkt.  Bei Bedarf werden die Lehrerteams bei der Betreuung ihrer Klassen von qualifizierten Sozialarbeitern/Sozialarbeiterinnen unterstützt.

Da in den Rahmenlehrplänen die Fremdsprache und die EDV in die einzelnen Lernfelder integriert sind, muss bei der Teambildung darauf geachtet werden, dass Lehrer im Team sind, die das unterrichten können.

2.5  Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben

Von Anfang an sollte der Klassenlehrer den Kontakt zum Ausbildungsbetrieb suchen, um auch Informationen zu Leistungsstand bzw.  Sozialverhalten der Schüler auszutauschen. Bei der Einschulung erhalten die Schülerinnen und Schüler sowie die Betriebe (über ihre Azubis) folgende Informationen (einheitliches Infoblatt; download interner HP-Bereich):

  • Anschrift, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Homepage der FLS
  • Sprechstunden der Lehrer (z.B. nach Vereinbarung)
  • Haus- und Schulordnung und ggf. sonstige Regeln (z.B. Verspätungen)

Diese Informationen stehen auf der HP der FLS bereit. Der Klassenlehrer sollte persönlichen Kontakt zum zuständigen Ausbilder aufnehmen, in dem er über die Schüler Name, E-Mail-Adresse und Telefonnummer (Durchwahl) erfragt und auf dem Schülerbogen einträgt. Dann kann eine kurze persönliche Vorstellung (z.B. telefonisch) erfolgen.

Es hat eine positive Auswirkung auf die Arbeitshaltung der Azubis, wenn sie merken, Schule und Betrieb halten Kontakt und schließen sich bei Bedarf kurz. Auf dieser Basis lassen sich dann auch problemlos Betriebsbesichtigungen oder das Einladen von Fachreferenten aus der Praxis organisieren.

Zu Beginn des 2. Halbjahres der Ausbildung findet Mitte Februar an der FLS ein Ausbildersprechtag für die 10er-Klassen statt. Die Veranstaltung hat sich inzwischen etabliert und findet guten Zuspruch. Sinn des Tages ist es, die Ausbilder über den aktuellen Leistungsstand ihrer Azubis zu informieren, jetzt spätestens persönliche Kontakte zu knüpfen und aktuelle Fragen der Ausbilder und der Lehrer gemeinsam zu besprechen.

2.6  Projekte

Die Rahmenlehrpläne sehen vor, dass einmal während der Ausbildungszeit ein Projekt stattfindet, das von den Schülern geplant, durchgeführt und dokumentiert wird. Dieses sollte möglichst im 2. Ausbildungsjahr durchgeführt werden. Um die zur Verfügung stehende Unterrichtszeit nicht übermäßig zu strapazieren, können Fachinhalte mit dem Projekt gekoppelt werden.

Der bestehende Projektpool (Downloadbereich auf der internen HP) wird ständig erweitert und steht allen Lehrerteams zur Verfügung. Die Projektarbeit bietet gute Möglichkei-ten, um die Kooperation mit den Ausbildungsbetrieben zu intensivieren.

2.7  Benotung der Lernfelder

So weit möglich, sollte ein Lernfeld in der Hand eines Lehrers sein und von diesem benotet werden. Wenn die Inhalte auf mehrere Kollegen verteilt werden, benotet jeder seinen Teil und der Klassenlehrer fasst für das Zeugnis die Einzelnoten zu einem Mittel zusammen, wobei er mit der Stundenzahl gewichtet. Hierzu steht ein „Lernfeldnoten-Rechner“ auf der internen HP bereit. Die individuelle Entwicklung der Lernenden sollte dabei berücksichtigt werden.

Auf den Schülerbögen sollten die Noten mit „+“ oder „-“ versehen werden, damit bei der Ermittlung der Gesamtnote möglichst eine „Komma-5-Situation“ vermieden wird.  Das hilft auch, wenn ein Lernfeld über 2 Halbjahre unterrichtet wurde und die Noten für das ASZ zusammengefasst werden. Im Zeugnis selbst dürfen nur glatte Noten stehen.

Über diese Regelungen müssen die Auszubildenden zu Beginn ihrer Ausbildung genau informiert werden, damit sie ihre Zeugnisnoten nachvollziehen können. Aus diesem Grund sollten sie auch den Ausbildungsbetrieben zur Kenntnis gebracht werden.

2.8  Fehlzeiten

Zu den Fehlzeiten zählen neben den ganzen Schultagen ebenso die Verspätungen sowie vorzeitiges Verlassen des Unterrichts. Letzteres ist nur nach Abmeldung bei der unterrichtenden Lehrkraft möglich.  Alle Fehlzeiten werden im Klassenbuch vermerkt und in den Zwischenzeugnissen ausgewiesen. Dabei werden lediglich Fehltage und -stunden ausgewiesen.

Ab 6 Verspätungen soll eine Zwischeninfo an die Betriebe erfolgen. Ab 3 unentschuldigten Fehltagen wird gemahnt. Für alle Fehlzeiten müssen vom Ausbildungsbetrieb abgezeichnete Entschuldigungen  bzw. Atteste vorgelegt werden. Wird eine Klassenarbeit versäumt, ist grundsätzlich ein Attest vorzulegen, ansonsten ist die Leistungsverweigerung mit der Note „ungenügend“ zu bewerten. Urlaub kann grundsätzlich nur in den Schulferien genommen werden. Betriebliche Anträge auf Unterrichtsbefreiung (aus zwingenden Gründen) sind im Voraus bei der Klassen-leitung einzureichen. Dies ist beschränkt auf zwei Unterrichtstage im Schuljahr. Bei Problemfällen wie hohe Fehlzeiten, Verhaltensauffälligkeiten oder Lernschwierigkeiten nimmt die Klassenleitung rechtzeitig Kontakt zum Ausbildungsbetrieb auf, um ge-meinsam die Angelegenheit zu regeln.

2.9  Studienfahrten

Pro Halbjahr ist eine Tagesfahrt möglich und einmal während der Ausbildungszeit eine mehrtägige Studienfahrt. Beides ist grundsätzlich zu begrüßen, da sich positive Auswirkungen auf die Klassengemeinschaft, das Verhältnis zwischen Azubis und Lehrern und damit für das Lernklima ergeben.

Die Studienfahrten sollten durch die Schülerinnen und Schüler vorbereitet werden. Geeignete Fahrtenziele sind vor allem Orte mit der Möglichkeit zum Besuch von Produktionsstätten,
(Automobil-)Ausstellungen und Messen.

Studienfahrten können an den Anfang der Ausbildung als Kennenlern-Fahrt oder ans Ende als Abschlussfahrt gelegt werden. Für Abschlussfahrten ist zu beachten, dass diese erst nach der schriftlichen Prüfung stattfinden können, es sei denn, sie dienen der Prüfungsvorbereitung.

Damit die Azubis keinen Urlaub für die Fahrt verwenden müssen, können die zusätzlichen Schultage den Betrieben in Form von unterrichtsfreien Tagen z. B. vor den Sommerferien oder zwischen schriftlicher und mündlicher Abschlussprüfung „zurückerstattet“ werden. Dieser Ausgleich sollte bereits im Vorfeld mit den Ausbildungsbetrieben abgeklärt werden.

Laut Konferenzbeschluss können Studienfahrten nur genehmigt werden, wenn mindestens 80 % der Schüler einer Klasse teilnehmen. Genehmigt werden die Mehrtagesfahrten – nach Antrag durch die Klassenleitung – vom Stellvertretenden Schulleiter. Tagesfahrten genehmigt der Schulleiter über das Fahrtenbuch im Sekretariat.

3.    Kommunikation und Information im Team A

3.1  Informationen

Zur Information der Kolleginnen und Kollegen des Team A steht eine Reihe differenziertre Medien bereit:

Handordner mit Basisinformationen für jeden Beruf (Pädagogisches Konzept der Abteilung, Lehrplan, internes Curriculum, Sockeltraining, Kammer-Infos, Stoffplan der Kammer)

  • Sammlung berufsspezifischer Fachzeitschriften („Die Büroberufe“, „Der Automobilkaufmann“)
  • Handapparat mit Lehrbüchern zu den Berufen
  • Sammlung der Abschlussprüfungen
  • Projektbank für Unterrichtsprojekte (im Aufbau)
  • Sammlung von DV-Aufgaben (im Aufbau)

So weit möglich, werden diese Informationen auf dem internen Bereich der Homepage unseres Hauses bereitgestellt (Downloadbereich AK / BK), um die Verfügbarkeit zu verbessern und um eine individuelle Anpassung zu ermöglichen.

3.2  Kommunikation

Die Kommunikation innerhalb der Abteilung wird gewährleistet durch:

  • Aushängen
  • Rundschreiben
  • Abteilungskonferenzen
  • Ausbildersprechtage

Individuelle Kommunikation zwischen den Lehrenden eines Klassenteams, über Klassenteams hinweg und mit der Team-Leitung ist notwendig und wird dauerhaft gepflegt. Hier trägt die positive Arbeitsatmosphäre in unserem Hause sehr zum Gelingen bei. Durch die Team-Leitung besteht ein direkter Kontakt in die Schulleitung, das Beratungsgremium und in die AG Schulentwicklung.

Ebenso sind Kolleginnen und Kollegen des A-Teams in Personalrat, im Förderverein und in der AG Evaluation der FLS vertreten, so dass die Entscheidungen und Informationen aller Gremien des Hauses zeitnah Eingang in die Arbeit mit den Azubis finden.Der Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben und Kammern findet statt durch direkte Ansprache, Infobriefe, welche durch die Azubis übermittelt werden und durch einen neu eingerichteten E-Mail-Verteiler, welcher gepflegt und ausgebaut wird.

4.    Fortbildungsbedarf im Team A

Im Rahmen eines Pädagogischen Tages wurde die Fortbildungsplanung an der FLS festgelegt. Für das Team A ergaben sich die folgenden Vorschläge/ Wünsche seitens des Kollegiums.

  • Leasing in der Praxis (Geschäftsprozesse/ Ausbildung in der Praxis)
  • Neuerungen durch EU-Harmonisierung (z.B. Rechtsformen)
  • Beleglose Kommissionierung
  • Standortentscheidungen in der Praxis
  • Praxisorientiertes Arbeitsrecht
  • Produktionsverfahren (insbesondere AK)
  • Moderne Lagersysteme
  • Warenwirtschaftssystem (kompletter Geschäftsgang mit Lexware)
  • Externe Referenten zu Sonderthemen
  • Lehrerpraktika
  • Berufsbezogenes Englisch
  • Sprech- und Stimmtraining
  • Problemschüler und Problemklassen (Hilfen zum Umgang)

Diese Punkte werden/ wurden sukzessive abgearbeitet.

5.    Evaluation

Inwieweit der Unterricht in Team A erfolgreich war, kann unter anderem an Hand der Ergebnisse unserer Auszubildenden bei der IHK-Abschlussprüfung abgelesen werden. Für den Beruf der Automobilkaufleute ist die Friedrich-List-Schule eine überregionale Ausbildungsstätte, dementsprechend können die Ergebnisse, welche die IHK Darmstadt im Internet veröffentlicht, unserer Abteilung direkt zugeschrieben werden.

Die IHK Darmstadt vergleicht ihre Ergebnisse mit denen anderer hessischer Kammern. Bei den Automobilkaufleuten und den Bürokaufleuten ist aber anzumerken, dass die Zuständigkeit zum Teil bei der Handwerkskammer Rhein Main liegt. Die Bürokaufleute werden auch an anderen kaufmännischen Berufsschulen ausgebildet. Aus diesem Grunde dokumentieren die Klassenleitungen die Prüfungsergebnisse ihrer Auszubildenden, damit ein Vergleich mit den zusammengefassten Ergebnissen der IHK ermöglicht wird.

Außerdem erhalten wir jedes Jahr am Ausbildersprechtag eine Rückmeldung zur Ausbildung an unserer Schule. Da die meisten Klassenleitungen von Anfang an einen engen Kontakt zu den Ausbildungsbetrieben anstreben und pflegen, ergibt sich auch hier ständig eine Rückmeldung. Weiterhin stehen wir – insbesondere über die Mitarbeit in den Prüfungsausschüssen – in ständigem Kontakt mit den Kammern. Ein anderer wichtiger Bereich ist die Evaluation des Unterrichts.

Mögliche Ansatzpunkte sind:

Selbstreflexion der Lehrkraft durch Individualfeedback, Reflexion im Klassenteam und abteilungsweit im Rahmen von Abteilungskonferenzen und Pädagogischen Tagen. Im Rahmen der Schulentwicklung hat die AG Evaluation ein Bündel von Kriterien, Indikatoren und Zielen erarbeitet, welches in Abstimmung mit der AG Schulentwicklung im Beratungsgremium der FLS als verbindlich für alle Ausbildungsgänge beschlossen wurde. Die konzeptionelle sowie die alltägliche Arbeit im Team A kann somit intern evaluiert werden, was im Jahresrhythmus geschieht:

 

Kriterium

Fortbildung

Kommunikation

Erfolgreiche Abschlüsse

Förderkonzepte

 Indikator

  • Alle Anträge befriedigt
  • Anzahl Fortbildungen
  • Regelmäßiges Informationsmedium
  • Aushang
  • Rundschreiben
  • Treffen

IHK-Noten erfragen bzw.
schulinterne Unterlagen

  • Eingangstests
  • Fragebogen
    Methodenkompetenz
  • Differenzierung
  • Einstiegstest
  • AbH
  • ViLBe (imoodle)
  • regelmäßiges Feedback
  • Förderpläne

 Ziel

  • Keine Rückstände > 1 Jahr
  • Jeder pro Schuljahr 1 Fortbildung
  • Funktionsfähige Informationssystem
  • Gut informiertes Kollegium
  • 90% oder
  • > IHK-Schnitt
  • Durchgeführt ja/nein

6.    Besonderheiten der einzelnen Berufe

In den letzten Jahren ergaben sich in jedem der in Team A ausgebildeten Berufe spezifische Änderungen. Diese führten jeweils auch zu entsprechenden Vorgehensweisen in unserer Abteilung, die nachfolgend thematisiert werden.

6.1  Automobilkaufleute

Der Beruf der Automobilkaufleute basiert auch auf einem Curriculum, das aus 12 Lernfeldern besteht. Diese Einheiten orientieren sich an der Praxis nachempfundenen Handlungsabläufen. Die Abschlussprüfung setzt sich zum Großteil aus Situationsaufgaben der Bereiche Finanzierung, Vertriebs- und Servicedienstleistungen zusammen, die auch Aufgaben aus dem Rechnungswesen beinhalten. Da eine Tätigkeit im Autohaus auch ein Basiswissen an technischen Sachverhalten verlangt, sollen die Auszubildenden die wichtigsten Baugruppen eines Kraftfahrzeuges und deren Funktionsweise verstehen. Für diesen Teil der Ausbildung kooperiert die Friedrich-List-Schule seit Jahren mit der Erasmus-Kittler-Schule in Darmstadt.

Im ersten oder im zweiten Ausbildungsjahr erhalten die Klassen jeweils 14-tägig 2 Stunden Unterricht in den Räumen der Erasmus-Kittler-Schule. Dabei können die Auszubildenden die wichtigs-ten Komponenten eines Fahrzeuges an Modellen und Beispielen kennen lernen. Am Ende des 2. Ausbildungsjahres bietet sich an, die Fachschule für Automobilwirtschaft einzuladen, die eine Veranstaltung für unsere Auszubildenden organisiert und sie über Weiterbildungsmöglichkeiten informiert. Die im Curriculum zugrunde gelegte Praxis korrespondiert oft nur unzureichend mit der Praxis, welche die Auszubildenden am Arbeitsplatz erfahren. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, schulisches Wissen durch Praxiswissen zu ergänzen.

Mithilfe der Kontakte zu den betrieblichen Ausbildern konnten einige Referenten zu bestimmten Inhalten (u. a. Finanzierung und Leasing im Autohaus, Phasen eines Verkaufsgespräches) gewonnen werden. Außerdem fahren alle Klassen zur IAA.

Des Weiteren stellt ein Vertriebsmitarbeiter der Firma DAT seine Software zur Gebrauchtwagenbewertung vor, die er der Schule inklusive Beispiele und Demonstrationen zur Verfügung stellen möchte. Die Fremdsprache Englisch ist in zwei Lernfelder integriert, die den Umgang mit Kunden in verschiedenen Vertragssituationen beinhalten. Die Sprache ist bisher noch kein Prüfungsgegenstand. Dennoch sollen die Auszubildenden lernen, englischsprachige Kunden im Autohaus angemessen bedienen zu können. Dies impliziert zum einen den Aufbau eines entsprechenden Fachvokabulars und zum anderen den Erwerb kommunikativer Fähigkeiten. Beides ist in einem schulinternen Curriculum fixiert worden.

6.2  Bürokaufleute

Der Lehrplan für die Bürokaufleute, der noch aus den 90er Jahren stammt, sieht elf Lernfelder (Themen- und Aufgabenfelder) vor. Diese Lernfelder werden nochmals in die Be-reiche Wirtschaftslehre, Bürowirtschaft, Rechnungswesen und Informationsverarbeitung (EDV, Textverarbeitung, Textformulierung) gegliedert. Für eine sinnvolle Aufteilung der Inhalte ist das Lehrerteam unter Leitung des Klassenlehrers verantwortlich. Eine handlungs- und praxisorientierte Vorgehensweise bei der Vermittlung der Inhalte soll im Vordergrund stehen. Ab dem Sommer 2007 wird in der Abschlussprüfung das Fach Bürowirtschaft 60 Minuten ungebunden geprüft. Dies erfordert seit dem Schuljahr 2006/07 vermehrt handlungsorientierte Aufgabenstellungen im Unterricht und bei Klassenarbeiten.

Da in diesem Prüfungsteil fast nur die von den Handelslehrern zu unterrichtenden Inhalte relevant sind, muss in Zukunft bei einer Kürzung der Unterrichtstunden pro Woche bevorzugt bei den Fachlehrerstunden gekürzt werden. Bisher ist es so, dass gerade die Auszubildenden in den 3-jährigen Klassen oft wenig Methodenkompetenz aufweisen. Deshalb soll zur Beseitigung dieser Defizite im ersten Schulhalbjahr ein Sockeltraining (im Sinne von Klippert) durchgeführt werden.

Die Materialien hierzu stehen auf dem internen Bereich der Homepage bereit. Mit handlungs- und projektorientiertem Unterricht können Schlüsselqualifikationen vermittelt werden. Optimal sind lernfeld- oder berufsübergreifende Projektvorhaben. Die elektronische Datenverarbeitung spielt in der Ausbildung der Bürokaufleute eine zentrale Rolle. Die Vorkenntnisse auf dem Gebiet der Neuen Medien sind meist gut. Die EDV ist integraler Bestandteil einer handlungsorientierten und selbstbestimmten Lehr- und Lernkultur.

Lernen mit neuen Medien, mit dem pädagogisch sinnvollen Einsatz von Computern und Internet, soll die Effizienz schulischen Lernens erhöhen. Dazu müssen an der Berufsschule die nötigen Rahmenbedingungen geschaffen werden. Die theoretischen Grundkenntnisse hinsichtlich Betriebssystem, Handling, Aufbau und Funktionsweise eines Computers, sollen möglichst früh durch Projektarbeit oder ähnliches vermittelt werden. Dadurch werden die Auszubildenden leistungsmäßig auf einen Nenner gebracht.

Mit folgenden Programmen bzw. Inhalten müssen sich die Schüler während der Ausbildung beschäftigen:

  • Tastplus
  • Word
  • Access (optional)
  • Excel
  • Power Point
  • Outlook
  • Internet
  • Mailingsysteme (optional)
  • Financial Office oder anderes WWS

Die Software Financial Office mit den Modulen Buchhalter, Lohn und Gehalt sowie Auftragsbearbeitung ist bereits in einigen Räumen unserer Schule installiert. Für den Einsatz des Moduls „Buchhalter“ im Unterricht ist der Zeitraum zwischen der schriftlichen und praktischen Abschlussprüfung vorgesehen. Vorher stehen die Vorbereitungen auf die Prüfung im Vordergrund.

Um die EDV-Programme sinnvoll und zielgerichtet einsetzen zu können, ist eine einge-hende Schulung und Beratung des Kollegiums auch hinsichtlich Handling und Einsatzmöglichkeiten im Unterricht notwendig.

Abteilungsleiterin: Stdin Stefanie Quasigroch
Quasigroch_Stefanie_2016

E-Mail: Stefanie.Quasigroch@fls-da.de

Berufsschule:

Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung:

1. BzB (Bildungsgänge zur Berufsvorbereitung)

2. InteA (Integration durch Abschluss und Anschluss; Maßnahme für Sprachanfänger/-innen)

h.schwing

Koordination Fachpraxis: FL Heidi Schwing
Email: Heidi.Schwing@fls-da.de